Weit mehr als das Salzen von Schinken

Von Gernot Suttheimer
Blumberg. Die Kooperation zwischen Realschule und Schwarzwaldhof ist perfekt. Gestern Vormittag unterschrieben die beiden Geschäftsführer Andreas Göhring und Andreas Pöschel zusammen mit Schulleiter Egon Bäurer die Vereinbarung für die Partnerschaft.

Durch sie wird eine kontinuierliche Zusammenarbeit bei der Ausbildung langfristig begründet. Für die Realschule ist das die dritte Kooperation mit Blumberger Firmen, sagte Bäurer. Die jetzt festgeschriebene Zusammenarbeit soll den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Ausbildern des Schwarzwaldhofs und den Lehrkräften fördern. Dadurch können die Schüler noch besser auf ihre Berufsentscheidung sowie auf Ausbildung und Arbeitswelt vorbereitet werden.

Perspektiven für Berufsanfänger sollen aufgezeigt werden

Dem Ausbildungsbetrieb wird ermöglicht, seine Ausbildungsmöglichkeiten und Perspektiven aufzuzeigen. Beim Schwarzwaldhof werden Fachverkäuferinnen und Fachkräfte für die Lebensmitteltechnik, sowie technische Berufe ausgebildet. In Vorbereitung ist auch ein duales Studium zum Foodmanager mit Bachelor-Abschluss.

Die Schüler müssen sich mehr über die unterschiedlichen Arbeitsmöglichkeiten informieren, betonte Bäurer. Bei Betriebsbesichtigungen sollen sie ab der achten Klasse erfahren, dass der Schwarzwaldhof weit mehr zu bieten hat, als das Salzen von Schinken. Eine erste Exkursion erfolgte bereits. Auch Lehrer sollen Ausbildungsbetriebe besichtigen. Sein Betrieb wolle sich weiter der Bevölkerung öffnen, erklärte Andreas Göhring. Die Ausbildung soll für die Realschüler attraktiver werden.

In einem demnächst geschalteten Online-Portal kann sich jeder Bürger für Betriebsführungen anmelden, ergänzte Andreas Pöschel. Die kaufmännische Ausbildung erfolgt bei der EDEKA-Südwest in Offenburg. Konrektor Alexander Hermann, für die Kooperationen zuständig, erklärte, dass ab dem achten Schuljahr die Schüler reale Erfahrungen im Beruf sammeln und erleben sollen, wie eine Firma arbeitet und strukturiert ist.

Ziel sei es, mehr als 30 Prozent der Realschulabgänger direkt in eine berufliche Ausbildung zu bringen. Im Fach Technik werden in den kommenden Wochen fünf Schülergruppen Betriebsbesichtigungen unternehmen. Auch für Lehrkräfte ist so etwas geplant. Damit sollen bestehende Vorurteile gegen die Arbeit einer Fleischwarenfabrik, die sehr technisch orientiert ist, ausgeräumt werden.

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Andreas Pöschel (hinten, links), Andreas Göhring (vorne, links), Alexander Hermann (hinten, rechts) und Egon Bäurer bei der Unterzeichnung der Kooperations-Vereinbarung zwischen Schwarzwaldhof und Realschule.

Foto: Suttheimer Foto: Schwarzwälder-Bote