Schwarzwälder Schinken braucht Wertschätzung

Schwarzwaldhof investiert rund sieben Mio. Euro in die Erweiterung der Produktion

Blumberg. Demnächst will der Hersteller nur noch Schweinefleisch aus dem Ländle zu Schwarzwälder Schinken verarbeiten.
Die Verantwortlichen der in Blumberg ansässigen Schwarzwaldhof Fleisch- und Wurstwaren GmbH haben sich einiges vorgenommen. „Ab diesem Herbst stellen wir sicher, dass das Fleisch für den Schwarzwälder Schinken unserer Marke Schwarzwaldhof aus der Region kommt. Das Schweinefleisch erhalten wir dann von rund 200 Vertragsmästern aus Baden-Württemberg“, kündigt Andreas Pöschel, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb und Marketing, an. Außerdem wird kräftig in den Betrieb investiert. Rund sieben Mio. Euro will das Unternehmen unter anderem in die Erweiterung von Produktionsflächen und in eine neue Verpackungslinie stecken.

Die geschäftliche Entwicklung stimmt die Firmenlenker zufrieden. „Im ersten Halbjahr 2014 liegen wir mit einem Umsatz von 26 Mio. Euro und einer abgesetzten Menge von 4700 t voll auf Kurs“, so Pöschel. Auf das Exportgeschäft entfalle etwa fünf Prozent des Gesamtumsatzes. Auch hier zeige die Kurve nach oben. Das Unternehmen liefert unter der Marke Schwarzwaldhof und unter den Eigenmarken des Handels Ware in 17 europäische Länder. „Hierzulande machen uns derzeit die Produkte Rohschinkenwürfel und Rohschinkenstreifen in der 2×125-g-Packung sehr viel Freude“, berichtet der Geschäftsbereichsleiter. Die discountierende Preisentwicklung bei Schwarzwälder Schinken sehe man dagegen kritisch. Es werde eine Herausforderung sein, hier wieder eine Wertschätzung herzustellen.

dh/lz 36-14

161_10_SWH_Slider_19_presse_01 161_10_SWH_Slider_19_presse